TSV Alling - SpVgg Feldmoching 3:2 (3:0)
Zum letzten Auswärtsspiel mussten wir beim abstiegsgefährdeten TSV Alling antreten. Mit 15 Punkten auf der Habenseite haben wir uns vor dem Spiel als nicht abstiegsgefährdet bezeichnet und wollten unbedingt einen Punkt mit nach Hause nehmen, um den Gegner auf Distanz zu halten. Leider gesellte sich zu den bereits bekannten Ausfällen noch Roland Zimmermann hinzu, einige Spieler waren zudem noch angeschlagen. Bereits im letzten Training, als lediglich 7 Spieler anwesend waren, waren die Vorzeichen nicht positiv gestellt.
Entsprechend dieser schlechten Voraussetzungen begann auch das Spiel. Von der ersten Minute kontrollierten wir das Spiel, taten uns aber auf dem engen Nebenplatz in Alling schwer. Zu einfallslos und langsam zogen wir unser Spiel auf. Der erste Schock kam nach etwa 5 Minuten, als der erste Angriff der Allinger zum Erfolg führte. Das Mittelfeld konnte einen Pass in die Tiefe der Abwehr nicht unterbinden und nach drei schnellen Pässen konnte der gegnerische Stürmer einschießen. Nun waren wir wütend ohne aber die richtige Antwort parat zu haben. Es fehlte einfach an der Spielanlage, der Passgenauigkeit und dem Durchsetzungsvermögen und so gerieten wir nach 10 Minuten nach fast dem gleichen Angriffsmuster des Gegners mit 0:2 in Rückstand. Diesmal vollendete aber ein Mittelfeldspieler. Dieser Spielstand kam dem Gegner gerade recht, der mit annähernd 11 Mann auf dem engen Platz verteidigte. Lediglich bei einigen Angriffen über die linke Seite wurden wir gefährlich, aber die Stürmer verweigerten den Gang in die Zone, wo es angeblich weh tut. So hatten wir nach etwa 20 Minuten Pech als eine Flanke von links und einen Kopfball von Hans am Pfosten landete. Leider war unsere rechte Seite ein Totalausfall und das Spiel über die Mitte war zu undurchsichtig. So hatten wir durch Tolga, Hans, Peter und Joe gute Schusschancen, aber der Ball landete entweder im Toraus oder der gute Keeper der Gäste packte sicher zu. Das Spiel auf dem Kopf gestellt wurde dann endgültig in etwa der 30. Minute als ein Freistoß aus gut 25 Meter im langen Eck für den bemitleidenswerten Christian einschlug. Er hatte bis dahin vier Ballberührungen, einen aus dem Spiel heraus und drei beim Ball aus dem Tor holen. Mit diesem Spielstand ging es bei sehr heißen Temperaturen in die Halbzeitpause.
Nach dem Wechsel wollten wir noch einmal angreifen und den schwachen Gegner zu Fehlern zwingen. Als wir binnen 5 Minuten mit einem Kopfballdoppelschlag durch Hans – einmal nach einer Ecke und einmal nach Freistoss aus halbrechtem Feld in seiner unnachahmlichen Art - auf 2:3 herankamen, schöpften wir noch einmal Hoffnung. Alling fing nun an zu diskutieren, also waren die Voraussetzungen gut. In der Folge des Spiels verteidigte der Gegner energisch und wir waren an diesem Tag einfach zu dumm, um zum Ausgleich zu kommen. Bei Einzelaktionen blieben wir hängen, wie bei Tolga der Fall, Freistösse gingen über den Zaun, wie bei Jecko und nach dem aus unserer Sicht regulären Ausgleich durch Tolga pfiff der uns nicht wohl gesonnene Schiri abseits. In den letzten 15 Minuten war unser Spiel dann auch nicht mit der notwendigen Geduld, Passgenauigkeit und Raumaufteilung versehen, so verstrich die Zeit und der Schiri pfiff mit dem Rückstand ab. Der Gegner schoss in der zweiten Hälfte einmal aufs Tor, einmal kam ein Stürmer aus spitzem Winkel an den Ball und eine Aktion war abseits. Die größte Torchance auf unserer Seite hatte Peter, der nach einer Flanke von linke am rechten Pfosten köpfen konnte und den Ball aus 5 Metern neben das Tor setzte. Auch bei einer Schusschance aus 16 Metern verzog Peter den Ball aus aussichtsreicher Position.
Nach dem Spiel herrschte bei uns natürlich betretene Miene. Leider fehlte an diesem Tag die notwendige Einstellung in den ersten Minuten, der Spielanlage auf solch einem engen Platz bei meist 10 verteidigenden Spielern und das notwendige Durchsetzungsvermögen vor dem Tor. Wie gegen Bayern kommt der Gegner mit 4 bis 5 Torchancen zu 3 Toren und wir versieben etliche gute Chancen. Absolut ärgerlich war zudem, dass wir uns im Spiel noch gegenseitig anpflaumten. Mit dieser Einstellung müssen wir den Blick klar nach hinten richten und sind im Abstiegskampf angekommen. Wir müssen hoffen, dass entweder die derzeit anwesenden Spieler ihre Normalform erreichen oder die derzeit verletzten bzw. in Urlaub befindlichen Spieler zurückkehren. Ich habe dabei kein gutes Gefühl beim Blick auf die nächsten drei Mannschaften der Abstiegszone.